SchülerInnen auf der Suche nach Europa

Gemeinsam begeben sich 50 tschechische und deutsche SchülerInnen in der Woche vom 26.03. - 01.04.2017 auf die Suche nach Spuren des „Kalten Krieges“.

Im Rahmen unseres Schüleraustausches arbeiten die Jugendlichen zusammen und erarbeiten sich die unterschiedlichen Blickwinkel im Osten und Westen in der Zeit des „Kalten Krieges“, um abschließend der Frage nachzugehen, ob ein „neuer Kalter Krieg“ in der Gegenwart entsteht.

Auch in diesem Schuljahr begrüßen wir, das Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn, 22 tschechische SchülerInnen bei uns in Weißenhorn für die Woche vom Sonntag, 26. März bis Samstag, 1. April 2017. Sie sind bei den Familien einer zehnten Klasse untergebracht, die dann in der Woche von Sonntag, 7.Mai bis Samstag, 13. Mai 2017 nach Jihlava fahren wird.

In diesem Jahr arbeiten wir zum Thema „Die Zeit des Kalten Kriegs in Tschechien und Deutschland“, denn zur Zeit wird in den Medien und auch in der Politik viel darüber diskutiert, ob ein „neuer Kalter Krieg“ entsteht, da das Verhältnis zu Russland bzw. zu manchen osteuropäischen Staaten doch recht angespannt ist. Deswegen wollen wir uns bei unserem Austausch mit der Zeit des Kalten Krieges beschäftigen.

Dabei geht es uns einerseits um die Lebensverhältnisse der Menschen in den beiden Ländern bzw. bei Deutschland um das Alltagsleben in der BRD und der DDR. Ein Besuch im unterirdischen Notfallkrankenhaus in Weißenhorn am Dienstag, 28.03.2017 steht dabei u.a. auf dem Programm.

Andererseits soll auch die Wahrnehmung des jeweils anderen Landes in dieser Zeit untersucht werden, durch die Beschäftigung mit Publikationen aus dieser Zeit, vorrangig Zeitungsberichten, Karikaturen, Nachrichten usw..

Durch eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Politik im Bezug auf Osteuropa und Russland sollen die SchülerInnen am Ende in der Lage sein, die aktuelle Diskussion zu verstehen und sich ein eigenständiges Urteil zu bilden.

Die Überwindung des Ost-West-Gegensatzes und die europäische Vereinigung brachte den Menschen in ganz Europa eine Zeit des Friedens und des Wohlstandes, die von den Jugendlichen in der Zukunft fortgesetzt werden soll.

Seit 14 Jahren treffen sich jährlich ca. 25 SchülerInnen des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums Weißenhorn mit SchülerInnen des Gymnasiums der tschechischen Stadt Jihlava/Iglau.

Jihlava ist die Kreishauptstadt des Kraj Vysočina und die älteste Bergstadt in den böhmischen Ländern. Sie befindet sich auf der böhmisch-mährischen Höhe und hat ca. 50.000 Einwohner.

Finanziell unterstützt wird dieser Austausch zu durch den deutsch-tschechischen Zukunftsfond, den Landkreis Neu-Ulm und den Förderverein des Gymnasiums Weißenhorn.

Monika Göbel

Jihlava und Weißenhorn

Jihlava/Iglau und Weißenhorn - zwei mittelalterliche Städte, geprägt vom Handel, von der Tuchmacherei und auch vom Bergbau, der für die Iglauer im 15./ 16. Jahrhundert ebenso der wichtigste und einträglichste Erwerbszweig war wie für die schwäbische Familie Fugger, die 1507 das Städtchen Weißenhorn dem Kaiser Maximilian abkaufte.

2003 begann der Austausch zwischen dem Gymnázium Jihlava und dem Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn. Ihm voraus gingen allerdings über Jahrzehnte Kontakte zwischen den Sportlern im Landkreis Neu-Ulm und denen der Stadt Jihlava, angeregt von dem 1924 in Iglau geborenen Erich Pollak, der viele Jahre regelmäßig seine Verwandten und die Stadt auf der Böhmisch-Mährischen Höhe besucht und immer wieder sportliche Begegnungen vor allem Jugendlicher organisiert hat.

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