Warum aufs Gymnasium?

Ist mein Kind über- oder unterfordert?


Nicht alle Schülerinnen und Schüler besuchen nach der Grundschule eine Schulform, die ihrem tatsächlichen Leistungsniveau entspricht. Folglich langweilen sich manche Kinder im Unterricht, andere stehen unter zu hohem Leistungsdruck.

Die Auswirkungen von Über- oder Unterforderung sind dabei recht ähnlich (geringe Anstrengungsbereitschaft, Unkonzentriertheit, schulisches Versagen, Verhaltensauffälligkeiten), so dass eine richtige Einschätzung der Situation nicht immer leicht ist. 


Vertrauen in die Grundschulempfehlung

Vertrauen Sie bei der Schullaufbahnentscheidung dem Urteil der Grundschule, um einer Unter- oder Überforderung Ihres Kindes vorzubeugen. Hat Ihr Sohn bzw. Ihre Tochter eine Gymnasialempfehlung oder wird vermutlich eine erhalten, dann ist das Gymnasium in fast allen Fällen die richtige Schulart für Ihr Kind. Die Empfehlungen der Grundschulen für eine Schulart haben eine hohe Verlässlichkeit.


Fünfte Jahrgangsstufe mit Gelenkfunktion

Zusätzlich fungiert die fünfte Jahrgangsstufe als sog. Gelenkklasse, in der die Wege in der Schullaufbahn nach „unten“ und „oben“ offen sind. Das heißt, Schülerinnen und Schüler, deren Eignung für das Gymnasium sich im Laufe der 5. Jahrgangsstufe nicht bestätigt, können auf eine Realschule oder Mittelschule wechseln. Und umgekehrt sollten Schülerinnen und Schüler mit einer festgestellten gymnasialen Eignung auch ihrer Begabung entsprechend gefordert und gefördert werden, indem sie z.B. von der Realschule ans Gymnasium wechseln. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass solche Wechsel nach „oben“ leider äußerst selten sind. Daher empfiehlt es sich, geeigneten Kindern von Anfang an die Chance zu geben, das Gymnasium zu besuchen.


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